Kraftortreisen

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...vielleicht ist es Dir auch schon so ergangen. Du kommst an einen Ort und spürst plötzlich: hier ist etwas anders, hier ist etwas Besonderes. Das kann ein Ort in der Natur sein oder auch von Menschenhand gestaltete Plätze. Vielleicht hast du ungewöhnliche Gefühle oder Gedanken, es kommen Erinnerungen an längst Vergangenes oder du fühlst dich einfach wohl, leicht, gestärkt oder sogar regelrecht aufgeladen.

Es scheint also Orte zu geben, die aufgrund ihrer natürlichen Gegebenheiten oder durch ihre spezielle Gestaltung eine besondere Qualität haben und damit auf Menschen, Tiere und auch Pflanzen positiv oder manchmal auch negativ wirken können.

Jeder Ort hat seine ganz spezielle Atmosphäre und ganz eigene Qualitäten. Dies gilt für Orte in der Natur, einen Berg, eine Waldwiese, einen stillen See, wie auch für vorchristliche und christliche Kultstätten, ganze Landschaften, Städte, Gebäude oder sogar einzelne Räume.

Bestimmte Orte oder auch Bauwerke können schwächen und krank machen. Andere wirken stärkend und heilend. Sie können inspirieren und in andere Dimensionen des Bewusstseins eintreten lassen. Sie können unsere Kreativität anregen oder uns helfen, zu entspannen und zu regenerieren.

 

Bewusste Wahrnehmung ist die Grundlage von allem, resultierend aus der schamanischen Weltsicht, dass alles in der Natur belebt ist und von Geist durchdrungen.

Aus diesem Grund ist es auch möglich, mit all diesem Leben zu kommunizieren: mit Steinen, Bäumen und anderen Pflanzen, Tieren und Orten. Sichtbares und Unsichtbares, materielle und geistige Ebenen der Realität stehen gleichberechtigt nebeneinander.

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Auf der physischen Ebene nehmen wir alle, mit unseren fünf Sinnen erfassbaren Phänomene wahr, die einen Ort prägen. Sie ist letztendlich der materiall verfestigte Ausdruck des geistigen Prinzips, das an einem Ort wirkt. Die physische Ebene (Landschaftsformationen; besondere Landschaftsmerkmale; Gesteine; Lebewesen; Bauwerke; Geschichte; Mythologie) können wir in der Regel am leichtesten erfassen.

 

Die tiefere Bedeutung dessen, was hier sichtbar wird, erschließt sich dann aber vor allem auch aus der Betrachtung der darüber liegenden energetischen und geistigen Ebenen. (Seelenebene-Ebene der Gefühle und Bilder des Ortes; Mentale Ebene-Gedankenformen; Astralebene-körperlose Wesen/Natur-und Elementarwesen; Geistige Ebene-Ideen und Konzepte)

 

Der Genius loci ist ein in diesen Zusammenhängen häufig verwendeter Begriff. Er kommt aus dem lateinischen und bedeutet übersetzt soviel wie "der Geist des Ortes". Hier findet sich die uralte Vorstellung der schamanistisch geprägten Kulturen wieder, dass alles Existierende nicht nur einen sichtbaren materiellen Aspekt hat, sondern auch eine geistige Dimension besitzt.

 

Damit auf einer materiellen Ebene irgendetwas entsteht, bedarf es immer eines geistigen Impulses, einer Idee einer Vorstellung von dem, was werden darf, und der Genius loci ist diese grundlegende Idee oder das grundlegende Konzept, das einen Ort auf der geistigen Ebene prägt und damit bestimmte materielle Manifestationen hervorbringt.

 

Schon Aristoteles unterschied zwei Aspekte der Wahrnehmung: die sinnliche Wahrnehmung "Aisthesis" und die geistige Wahrnehmung "Noesis", was so viel wie "einsichtiges Erfassen" bedeutet. Für ihn war die sinnliche Wahrnehmung, die als Zugangskanäle unsere Sinne, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen benutzt, Grundlage der geistigen Wahrnehmung. Mit dieser werden dann die Dinge mit Hilfe der "Phantasia" = Vorstellung in ihrem Wesensaspekt erfasst.

 

Tatsache ist, dass wir sehr viel mehr wahrnehmen, als uns bewusst ist.

 

Als Intuition werden Wahrnehmungen bezeichnet, die sich als Gefühle oder Empfindungen, Gedanken oder spontanes Wissen äußern und die mit der objektiv sichtbaren Realität primär nichts zu tun zu haben scheinen, denn wir können sie in diesem Moment nicht logisch begründen. Wenn sich diese Gefühle dann im Nachhinein bestätigen, übergehen wir das gerne und tun es als "ZUFALL" ab.

 

Mit dieser Missachtung der Intuition, der geistigen Wahrnehmung, der "Noesis" des Aristoteles, oder wie auch immer du es nennen möchtest, schneidest du dich aber von einem wesentlichen Aspekt der Wirklichkeit ab. Denn ohne die geistige Wahrnehmung, kannst du die geistige Wirklichkeit nicht erkennen, die hinter den materiellen Erscheinungsformen steht und diese ja letztendlich erst hervorbringt.

 

Die geistige oder erweiterte Wahrnehmung, wie ich sie hier nenne, ist, neben der sinnlichen Wahrnehmung, eine Fähigkeit, die jedem bewusstseinstragenden Wesen zu eigen ist. Wir werden alle damit geboren. Als Kinder konnten wir es noch, im Laufe des Erwachsenwerdens ist es uns dann oft verloren gegangen indem unsere Wahrnehmung an die Werte und Normen unserer Gesellschaft angepasst wurden.

 

Jeder Mensch hat einen Sinn (vielleicht auch mehrere), über den er bevorzugt wahrnimmt. Unsere wichtigsten Sinne sind Sehen, Hören und Fühlen, entsprechend gibt es drei Wahrnehmungstypen: den visuellen, den auditiven und den kinästehtischen. Visuell veranlagte Menschen sehen eher innere Bilder, auditiv veranlagte hören vielleicht Botschaften, wie wenn jemand zu ihnen sprechen würde und kinästhetisch veranlagte haben körperliche Wahrnehmungen oder ein Gefühl. Je nach Wahrnehmungstyp hast du deinen Zugang und diesen findest du am leichtesten, wenn du dich nicht auf einen Sinn fixierst, sondern die eigene individuelle Art der Wahrnehmung entdeckst und entwickelst.

 

Es ist absolut wichtig für die ganzheitliche Wahnehmung und die eigene geistige Gesundheit, subjektive Wahrheiten als solche zu erkennen und wert zu schätzen. Unser gesamtes kreatives Potenzial basiert auf Phantasie, Vorstellungsvermögen und Visionskraft.

 

Die einzige Begrenzung unserer Wahrnehmung liegt in uns selbst, in unseren persönlichen Mustern, die von unserem persönlichen Weltbild, unserer Erziehung und unseren Werten geprägt sind.

 

Persönliche Strukturen und Werturteile begrenzen die Wahrnehmung. Sie wirken wie ein Filter, der uns nur einen bestimmten Ausschnitt der Wirklichkeit sehen lässt, nach dem Motto, dass nur wahr sein kann, was wahr sein darf. Je mehr wir also beim Akt des Wahrnehmens schon bewerten, desto weniger werden wir wahrnehmen.Je offener und neutraler du bist, desto mehr kannst du erfassen.

 

Ich freue mich, wenn Du dich mit mir auf diese Reise begibst.

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